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Aktuelles aus den Pärken

24.04.2020

Die Berner Naturpärke sind auf Kurs

Die drei regionalen Naturpärke im Kanton Bern haben einen positiven Einfluss auf eine nachhaltige Entwicklung ihrer Region und die Aufwertung wertvoller Natur- und Landschaftswerte. Zu diesem Schluss kommt eine Evaluation der Universität Bern. Die Evaluation empfiehlt, die bisherige Strategie akzentuiert weiterzuverfolgen.

Der Bund will die Auszeichnung der «Pärke von nationaler Bedeutung» um weitere zehn Jahre erneuern. In diesem Zusammenhang hat die Universität Bern im Auftrag des Kantons Bern das bisherige Wirken der Regionalen Naturpärke Chasseral, Diemtigtal und Gantrisch untersucht.

Positiver Einfluss auf nachhaltige Entwicklung
Die Ergebnisse der Evaluation liegen nun vor. Sie bestätigen den positiven Einfluss der Berner Pärke auf eine nachhaltige regionale Entwicklung wie sie der Kanton Bern seit Längerem anstrebt. Ein sehr gutes Zeugnis erhalten die Pärke im Bereich der Aufwertung von wertvollen Natur- und Landschaftswerten sowie bei den stark nachgefragten Bildungsangeboten für Schulen. Dank ihrer effizienten Strukturen scheinen die Geschäftsstellen der Pärke zudem gut gerüstet zu sein für die Herausforderungen der kommenden Jahre.

Als Modellregionen verankern
Die Studienautoren gehen davon aus, dass die zunehmende Nachfrage nach Freizeitaktivitäten in der freien Natur, der anhaltende Verlust an ökologisch wertvollen Flächen – Stichwort Biodiversitätsverlust – oder die weiteren Entwicklungen in der Landwirtschaftspolitik die Pärke auch künftig in besonderem Masse fordern werden. Um den veränderten Rahmenbedingungen sowie den Ansprüchen der lokalen Bevölkerung und der öffentlichen Hand auch in Zukunft gerecht werden zu können, empfehlen die Autoren eine Weiterverfolgung und Akzentuierung der bisherigen Strategien. Die Berner Pärke sollen als Modellregionen verankert werden, in denen innovative Projekte umgesetzt sowie verschiedene Interessen zum Wohl aller gebündelt und in Wert gesetzt werden können.

Bericht zur Evaluation

(Quelle: Website Kanton Bern)

25.03.2020

Neue Geschäftsleiterin Netzwerk Schweizer Pärke

Die neue Geschäftsführerin des Netzwerk Schweizer Pärke heisst Dominique Weissen Abgottspon. Die aktuelle Geschäftsführerin des Landschaftspark Binntal wird ihre neue Aufgabe Mitte Juli antreten und damit die Nachfolge von Christian Stauffer übernehmen.

Der Vorstand des Netzwerk Schweizer Pärke hat Dominique Weissen Abgottspon am 23. März zur neuen Geschäftsführerin des Vereins gewählt. Die 48-jährige Walliserin leitet seit 2010 den Landschaftspark Binntal und führte ihn zur Anerkennung als Naturpark von nationaler Bedeutung. Dominique Weissen wirkte zudem in verschiedenen Aufgaben beim Netzwerk Schweizer Pärke mit, unter anderem als Vorstandsmitglied. Somit kann sie auf eine gleichermassen breite wie tiefe Erfahrung in den Themenbereichen, mit welchen sich die Pärke befassen, zurückgreifen. Vor ihrer Zeit bei den Schweizer Pärken hatte sich die gelernte Buchhändlerin in der Privatwirtschaft als Geschäftsführerin einer grossen Buchhandlung bewährt.

Dominique Weissen wird auf Mitte Juli 2020 Christian Stauffer ablösen, der das Netzwerk Schweizer Pärke seit 2014 leitet und per 1. August zur Stiftung KORA wechselt.

Das Netzwerk Schweizer Pärke freut sich, die Führung der Geschäftsstelle des Vereins mit einer so kompetenten Person besetzen zu können. Dominique Weissen Abgottspon setzte sich gegen eine grosse Anzahl von Mitbewerberinnen und -bewerbern durch.

18.03.2020

Frische Luft und Bewegung in der Natur

Liebe Besucherinnen und Besucher, aufgrund des Corona-Virus und den damit verbundenen Weisungen des Bundesrates können derzeit viele Angebote und Veranstaltungen in den Schweizer Pärken, die auf dieser Website unter «Pärke entdecken» aufgeführt sind, nicht durchgeführt werden. Für Detailinformationen verweisen wir auf die jeweiligen Websites der Pärke.

Frische Luft und Bewegung in der Natur sind jedoch weiterhin erlaubt - falls Sie einen Spaziergang in einem Park in Ihrer Region planen, beachten Sie bitte folgende Regeln:

  • Unternehmen Sie Spaziergänge nur alleine oder mit Personen, die in Ihrem Haushalt leben
  • Bleiben Sie bei Fieber und Husten zu Hause
  • Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie besonders gefährdet sin
  • Halten Sie Abstand zu anderen SpaziergängerInnen
  • Schütteln Sie niemandem die Hände
  • Husten und niesen Sie in die Armbeuge
  • Waschen Sie sich regelmässig gründlich mit Seife die Hände

Bleiben Sie gesund – wir freuen uns, Sie schon bald wieder in den Schweizer Pärken begrüssen zu dürfen!

21.01.2020

Für mehr Biodiversität in der Schweiz

Wälder, naturbelassene Flüsse und Seen, Alp- und Juraweiden, Moore, Auen und Trockenwiesen, Gletscher – in den Schweizer Pärken gibt es vielfältige Lebensräume, die einer reichen Tier- und Pflanzenwelt ein Zuhause bieten. Um die Biodiversität in der Schweiz zu erhalten und zu fördern, müssen die vorhandenen Lebensräume erhalten, gepflegt, aufwertet, ergänzt und vernetzt werden. Daher engagieren sich die Schweizer Pärke zusammen mit Partnern aus dem Natur- und Umweltbereich in der Fachgruppe Ökologische Infrastruktur für die Umsetzung der Strategie Biodiversität des Bundes, konkret für die Schaffung einer nationalen «Ökologischen Infrastruktur».

Ziel der Pärke ist es, als Regionen beispielhaft an der Schaffung der «Ökologischen Infrastruktur» mitzuwirken.
Auf der neuen Website der Fachgruppe finden sich hilfreiche Definitionen und Erklärungen sowie politischen Entwicklungen und aktuelle Informationen zum Thema.
https://www.oekologische-infrastruktur.ch/


Und hier finden Sie Informationen zum Engagement der Schweizer Pärke, illustriert mit konkreten Projektbeispielen.

23.12.2019

Frohe Festtage!

Mit diesem wunderbaren Bild aus Linn im Jurapark Aargau von Michel Jaussi wünscht das Netzwerk Schweizer Pärke allen frohe Weihnachten!
19.11.2019

Schaffhausen sagt Ja zum kantonalen Naturparkgesetz

Die Stimmbevölkerung des Kantons Schaffhausen hat am Sonntag, 17. November 2019, ein kantonales Naturparkgesetz mit 55,36 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Das Netzwerk Schweizer Pärke freut sich zusammen mit dem Team und dem Unterstützungskomitee des Regionalen Naturparks Schaffhausen über diesen Entscheid.

Mit dem positiven Abstimmungsresultat ist die gesetzliche Grundlage geschaffen, dass der Kanton Schaffhausen den Regionalen Naturpark während der Betriebsphase jährlich mit 300'000 Franken unterstützt, was die Voraussetzung für einen jährlichen Beitrag des Bundes von rund 650'000 Franken ist. Den Gemeinden und dem Naturpark bringt der Entscheid Planungssicherheit.

Der Regionale Naturpark Schaffhausen ist zurzeit der jüngste Naturpark der Schweiz, er hat seinen Betrieb am 1. Januar 2018 aufgenommen.

Porträt des Parks

29.10.2019

Genussmesse Goûts et Terroirs in Bulle

Der Regionale Naturpark Gruyère Pays-d'Enhaut und das Netzwerk Schweizer Pärke empfangen die Besucherinnen und Besucher am Stand Nr. 128 am Salon suisse des Goûts et Terroirs im Espace Gruyère in Bulle. Vom 30. Oktober bis am 3. November gibt es am Stand 128 zertifizierte Park-Produkte zu entdecken - wahre kleine Weltwunder der Kulinarik aus den Regionalen Naturpärken Chasseral, Gruyère Pays-d'Enhaut, Pfyn-Finges, Doubs, Jura vaudois und Jurapark Aargau.

Jeden Tag präsentiert ein anderer Proudzent seine Köstlichkeiten. Das Programm:

  • Mittwoch, 30.10., 10-15 Uhr: Fleisch von der Ferme de la Rosette von Steeve Daenzer und Caroline Daenzer-Schumacher (Parc naturel régional Gruyère Pays-d'Enhaut)
  • Donnerstag, 31.10., 15-21 Uhr: Bier von der Brasserie Tonnebière und Wildschwein-Terrine von der Metzgerei St-Hubert (Parc du Doubs)
  • Freitag, 1.11., 10-15 Uhr: Bio-Teigwaren von Danielle Rouiller (Parc Chasseral)
  • Samstag, 2.11., 10-15 Uhr: Köstlichkeiten von der Bäckerei Mathieu (Parc Pfyn-Finges)
  • Sonntag, 3.11., 10-15 Uhr, Bio-Honig von der Imkerei Alliaz (Parc naturel régional Gruyère Pays-d'Enhaut)
01.10.2019

Transboundary Nature Park Binntal Veglia Devero: Europäische Auszeichnung für die grenzübergreifende Zusammenarbeit

Freudentag bei den Verantwortlichen der beiden Naturpärke Parco Naturale Veglia-Devero und Landschaftspark Binntal. Die Parkpräsidenten Paolo Crosa Lenz und Moritz Schwery erhielten am Freitagabend in Jurmala (Lettland) das Zertifikat «Transboundary Park» aus den Händen von Ignace Schops, dem Präsidenten von EUROPARC. Der europäische Dachverband, dem über 400 Pärke und Schutzgebiete in 41 Ländern angeschlossen sind, zeichnet damit die langjährige und vorbildliche Zusammenarbeit der beiden Naturpärke dies- und jenseits der Grenze zwischen dem Wallis und dem Piemont aus. Der «Transboundary Nature Park Binntal Veglia Devero» ist erst der elfte zertifizierte grenzübergreifende Park in Europa. Die europäische Auszeichnung ermuntert die beiden Pärke, auf dem eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.

Zusammenarbeit über die Landesgrenze hinweg
Der Landschaftspark Binntal und der benachbarte Parco Naturale Alpe Veglia e Alpe Devero schafften die Auszeichnung nach einem rund einjährigen Verfahren und dem Austausch vieler Dokumente, schriftlichen Rückfragen und einem viertätigen Evaluationsbesuch durch den niederländischen Experten Leo Reyrink. Dieser stellte fest, dass die beiden Pärke mit einer gemeinsamen Grenze von 24 Kilometern, aber auch die betroffenen Gemeinden seit vielen Jahren über die Sprach- und Landesgrenze hinweg eng und erfolgreich zusammenarbeiten. Wichtige formelle Schritte waren dabei die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages im Jahr 2013 und die Verabschiedung einer gemeinsamen Vision 2019.
Einmal jährlich treffen sich die Parkverantwortlichen, Mitarbeitenden, Gemeindevertreter und weitere Akteure der Pärke zum «Incontro annuale». Eine Koordinationsgruppe unter der Leitung der beiden Geschäftsführer Dominique Weissen Abgottspon und Ivano De Negri plant drei-, bis viermal jährlich die gemeinsamen Aktivitäten. Dazu gehören beispielsweise verschiedene zweisprachige Angebote wie die «Camminata dell'Arbola», eine geführte Wanderung in gemischtsprachlichen Gruppen über den Albrunpass, und der gegenseitige Besuch der Sennereien auf der Binneralpe und der Alpe Forno.

Reger Kultureller Austausch
Beispiele für gemeinsame Marketinganstrengungen sind die Standaktion «Parchi in città», bei der sich die Naturpärke aus Ossola und dem Wallis jeweils in einer anderen Stadt gemeinsam präsentieren, sowie eine viersprachige Informationsbroschüre der beiden Pärke, die seit zwölf Jahren gedruckt und verteilt wird. Ein wichtiges Anliegen ist beiden Pärken neben dem Wissensaustausch zu Natur, Landschaft und Alpwirtschaft auch der kulturelle Austausch, zum Beispiel mit einem gemeinsamen Konzert der Musikgesellschaften von Baceno und Grengiols oder einem Auftritt des Oberwalliser Hackbrettzirkels in Croveo. Schliesslich beteiligen sich die beiden Pärke zusammen mit weiteren Partnern am Interregprojekt MINERALP, bei dem es um die Inwertsetzung des geologischen und mineralogischen Erbes geht. Bekanntlich ist die Region Binntal-Veglia-Devero die mineralienreichste Region im ganzen Alpenbogen. Hier wurden bisher gegen dreihundert verschiedene Mineralien gefunden, darunter rund zwei Dutzend Weltexklusivitäten.

13.09.2019

Kulinarische kleine Weltwunder aus den Schweizer Pärken in Courtemelon

Liebhaber kulinarischer Genüsse haben auch bei der diesjährigen Austragung des Marktes der Schweizer Regionalprodukte vom 28./29 September in Courtemelon (JU) die Möglichkeit, regionale Spezialitäten aus der ganzen Schweiz zu entdecken und zu degustieren - oder sich mit den Produzenten zu unterhalten.

Die Schweizer Pärke erwarten die Besucherinnen und Besucher am Samstag von 11 bis 18 Uhr und am Sonntag von 9 bis 17 Uhr mit Produkten aus den Pärken Doubs, Chasseral Gruyère Pays-d'Enhaut, Pfyn-Finges und Jurapark Aargau!

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30.08.2019

Jurapark Aargau: Ammoniten-Liebesgeschichte macht Geologie erlebbar

Studierende der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) haben ein kleines Weltwunder der Erdgeschichte in Herznach (AG) zum Leben erweckt. Am Bergwerkfest zeigen sie in einem Animationsfilm, wie versteinerte Ammoniten über Jahrmillionen entstehen.

Vor rund 165 Millionen Jahren lag das Gebiet des Jurapark Aargau am Grund des damaligen Meeres, von den Geologen «Tethysmeer» genannt. Im Juragebirge finden sich versteinerte Schalen von Meerestieren aus der Jurazeit. Im Eisenbergwerk in Herznach ist ein Stück des Meeresbodens des Jurameers besonders gut sichtbar – und seit April 2018 öffentlich zugänglich. In  der Schichtplatte findet sich eine aussergewöhnliche Anhäufung von Ammoniten-Gehäusen. Ammoniten waren tintenfischartige
Lebewesen mit einem spiralförmigen Gehäuse. Stefan Schraner, Präsident des Vereins Eisen und Bergwerke (VEB), hat deshalb ZHdK-Studierende des Bachelors «Scientific Visualization» eingeladen, mit ihrem gestalterischen Können die Geschichte dieser faszinierenden Meeresfossilien darzustellen. Der entstandene Animationsfilm macht die kleinen Weltwunder der Fossilienfunde einem breiten Publikum zugänglich.

Emotionale Zeitreise zum Urmeer
In «AMMON & AMMONITA - Eine Liebe für die Ewigkeit» erzählen Gabriela Gehrer und Gioia Loretz die Liebesgeschichte von Ammon und Ammonita. Die beiden Tiere begegnen sich vor 165 Millionen Jahren im Jurameer und verlieben sich. In einem Unwetter kommen sie um, werden am Meeresgrund abgelagert und nach und nach von Kalkschlamm zugedeckt. Ammon und Ammonita überdauern gemeinsam den Lauf der Zeit, bis Geologen sie 2018 bei Ausgrabungen wieder entdecken. Emotional aufbereitet erklären die Studentinnen anhand von bewegten Infografiken die Zeitdimensionen, die Sedimentierung der Ammoniten und die Jurafaltung. Sie zeigen, wie sich das damalige tropische Jurameer über Jahrmillionen zur heutigen Aargauer Hügellandschaft gewandelt hat.