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Naturpark Pfyn-Finges - © Naturpark Pfyn-Finges
Naturpark Pfyn-Finges - © Naturpark Pfyn-Finges

Wirkungsfeld Ökologie

Grosse landschaftliche und biologische Vielfalt

In den Schweizer Pärken gibt es eine Fülle von verschiedenen Landschaften. Wälder in diversen Ausprägungen, naturbelassene Flüsse und Seen, Alp- und Juraweiden, seltene Lebensräume wie Moore, Auen und Trockenwiesen, sowie Gletscher in den Alpen. Diese Vielfalt an Lebensräumen führt zu einer reichen Flora und Fauna.
In den Schweizer Pärken leben überdurchschnittlich viele bedrohte Arten.

Lebensräume erhalten

Um die Biodiversität in den Schweizer Pärken zu erhalten und zu fördern sind gut vernetzte, grossflächige und funktionsfähige Lebensräume nötig. Das Netz von naturnahen Lebensräumen in den Pärken weist heute noch erhebliche Lücken auf.

In den Schweizer Pärken gibt es überdurchschnittlich viele geschützte Gebiete. In den meisten Lebensräumen sind jedoch menschliche Tätigkeiten erwünscht. Die vielfältigen Kulturlandschaften sind erst durch diese entstanden.

Die Schweizer Pärke engagieren sich für die Erhaltung und den Wiederaufbau ihrer Lebensräume. Sie fördern die lokale Wertschätzung der Artenvielfalt und vernetzen die verantwortlichen Akteure über die sektoralen Politiken hinweg miteinander. So schaffen sie die Basis für eine längerfristige Sicherung der Lebensraum- und Artenvielfalt.

Beispiel: Wildnispark Zürich Sihlwald

Willkommen in der Wildnis
Mit seiner rund 11 Quadratkilometer grossen, zusammenhängenden Fläche ist der wüchsige Sihlwald im Schweizerischen Mittelland einzigartig und verkörpert das seltene Beispiel eines ursprünglichen Buchenwaldes. Obwohl der Naturwald erst seit 2000 sich selbst überlassen wird, finden sich bereits heute grössere Waldteile, in denen tote Dürrständer und umgestürzte, vermodernde Baumstämme den Eindruck von Wildnis vermitteln.
Wildnis bedeutet vielfältige Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Im und auf dem allgegenwärtigen Totholz finden Hunderte von Käfer-, Mücken- und Fliegenarten ein Zuhause. Die Vielfalt an Flechten und Pilzen ist überwältigend. Buchen, Eschen und Weisstannen wachsen zu eindrücklichen, über 50 Meter hohen Baumriesen heran.
Als bisher einziges Gebiet in der Schweiz ist der Sihlwald mit dem Prädikat «Naturerlebnispark» ausgezeichnet und zertifiziert. Das Zertifikat steht für die einmalige Gelegenheit, Naturschutz und Erholung zu kombinieren. Erholungssuchende geniessen auf zahlreichen Wander- Rad- und Reitwegen ein spezielles Wildniserlebnis - als wohltuender Kontrast zum hektischen, reizüberfluteten Alltag in städtischen Agglomerationen.

Karin Hindenlang Clerc, Geschäftsführerin

Beispiel: Naturpark Chasseral

Bestockte Weiden, die es zu erhalten gilt
Typisch für den Jurabogen sind die bestockten Weiden mit Fichten und Steinmauern. Da sie Wald und Weide in Einem sind, herrscht ein Gleichgewicht zwischen offener und geschlossener Landschaft, das Wanderer sehr schätzen. Zudem beherbergen die bestockten Weiden eine hohe Biodiversität. Sie sind aus früheren landwirtschaftlichen Tätigkeiten heraus entstanden, entsprechen aber nicht mehr den heutigen Bedürfnissen der Landwirtschaft: Liegen die Weiden weit von den Bauerhäusern entfernt, verwalden sie, in der Nähe der Pferdeställe hingegen verschwinden die Bäume. Die Mauern verlieren ihren Nutzen und Landschaft und Biodiversität werden insgesamt ärmer. Der Park sucht deshalb mit Besitzern, Landwirten, Förstern und Naturwissenschaftlern nach Lösungen, um Landschaft und Biodiversität zu erhalten.

Der Park führt verschiedene konkrete Aktionen durch: Bau von Wasserstellen, Pflanzen von Bäumen entlang des Wegs der Täufer, Restauration von Trockensteinmauern, Einsatz von Freiwilligen. Dies mit einem Hauptziel: Die bestockten Weiden zu schützen und zu erhalten, welche die Geschichte unserer Juraberge sichtbar und spürbar machen.

Fabien Vogelsperger, Direktor

Landschaftsqualität

Jeder Park zeichnet sich durch charakteristische Natur- und Kulturlandschaften aus. Sie stiften Identität in der Bevölkerung und machen das Gebiet für Gäste attraktiv.

Den Schweizer Pärken ist es darum ein Anliegen, die Qualität ihrer Landschaften zu bewahren und zu verbessern. Die Pärke dienen den verschiedenen Akteuren als Plattform und fördern den Austausch.

Landschaftspflege

Schweizer Pärke beteiligen sich aktiv an der Pflege ihrer Kulturlandschaften. Sie fördern diese u.a. über gelabelte regionale Produkte, durch die Sensibilisierung von Bevölkerung und Gästen oder mit speziellen Corporate-Volunteering-Einsätzen. Mitarbeitende von Firmen und anderen Organisationen pflegen unter fachkundiger Anleitung die Landschaft der Schweizer Pärke.